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Geschichte und Entstehung

Wer plant und baut mit eigenen Mitteln ein Tierheim? Wie kommt eine solche Idee überhaupt zustande?
Die Heimtiere müssen 365 Tage im Jahr versorgt werden.
Eine gewinnbringende Investition ist es bestimmt nicht, sonst hätte längst jedes Dorf ein Tierheim.

Laikas Geschichte

Wie alles begann

Die Geschichte der Hündin Laika und ihrer Welpen war sicherlich ein Ansporn, das Tierheim Obervintl zu verwirklichen. Vor ca. 15 Jahren irrte oberhalb Vintl im Wald und von Hof zu Hof eine herrenlose Hündin umher. Wie meistens in solchen Fällen dauert es nicht lange und Antonia erfährt von der Hündin. Bald wußte sie, wo die Hündin regelmäßig zu sehen war. Sie hatte sich im Wald unter einen großen Stein ein Erdloch gegraben. Antonia brachte ihr regelmäßig Futter vorbei. Ihr Ziel war es, Laika zutraulich zu machen und dann einzufangen, denn die Zeit drängte, da man ihr anmerkte, dass sie bald Junge bekommt. Noch bevor das gelang brachte Laika in dem Erdloch sieben Welpen zur Welt. Sie ließ sich immer noch nicht einfangen. Antonia entschloss sich, vor ihrem Erdloch weiter zu füttern, bis die Jungen so weit waren, dass sie selber fressen konnten.

Inzwischen wurde in Obervintl bei Antonia zuhause ein großer Zwinger mit Hundehaus gebaut. Nach Wochen war es soweit, dass die sieben Welpen nach Obervintl gebracht werden konnten. Laika mußte noch eingefangen werden. Ein Jäger aus Vintl half uns mit einem Betäubungsgewehr aus. Es klappte mit dem ersten Schuss. Endlich war Laika zuhause bei ihren Jungen. Die Welpen entwickelten sich prächtig. Für vier von ihnen wurde ein neues Zuhause gesucht. Drei konnten mit ihrer Mutter zusammen bleiben. Laika konnten wir nach drei Monaten frei laufen lassen. Sie und ihre drei „Töchter“ entfernte sich nie alleine von zuhause. Nur Fremden gegenüber war Laika bis zuletzt immer scheu.

Den Bau des Tierheims verfolgten alle vier Hundedamen sehr aufmerksam. Inzwischen werden im Tierheim schon seit dem Jahr 2005 Tiere aufgenommen, gepflegt und an tierliebende Menschen weitervermittelt. Jedes dieser Tiere hat seine eigene Geschichte – und es sind hunderte jedes Jahr. Geschichten mit (hoffentlich) gutem Ausgang – wie bei der Hündin Laika. Wir glauben, dass Laika und ihre „Töchter“ bei uns ein schönes artgerechtes Hundeleben hatten.

Leider hat im Leben alles seine Zeit und man muß immer wieder Abschied nehmen. Laika ging den Weg voraus. Sissi, Pizie und Baddy folgten ihrer Hundemama innerhalb eines Jahres. Begraben wurden sie alle daheim. Heute wachsen als Zeichen der Wertschätzung vier Weinreben auf ihren Gräbern. Die Begegnung mit Laika und ihren Welpen war eine erlebnisreiche Zeit, die unsere Achtung vor jeden Lebewesen geprägt hat.
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